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ANGST IM ABENDLAND


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Sinopse

Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Theologie - Historische Theologie, Kirchengeschichte, Note: 1,3, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg (Theologische Fakultät), Veranstaltung: Proseminar Kirchengeschichte, 16 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Predigten, Gebete und Kirchenlieder waren in der frühen Neuzeit einflussreiche Bindeglieder zwischen dem Volk und seinen Herrschern. Nicht nur gegen die heranmarschierenden Türken wurde im Kollektiv polemisiert. Auch die Solidarität innerhalb des Reiches wurde angesichts der Bedrohung aus dem Osten durch geschürte Angst gestärkt. Man orientierte sich im wahrsten Sinne gegen den 'Antichristen' aus dem Osmanischen Reich. Die Türken wurden zur Bedrohung der gesamten christlichen Bevölkerung hochstilisiert. Zugleich wurde damit der innere Zusammenhalt im Reich gestärkt. Für die Fürsten war die Kirche in ihrer engen Bindung an den Adel das ein effektives Medium, eine möglichst breite Bevölkerungsschicht auf die Türkengefahr aufmerksam zu machen. Die Massen sollten moralisch mobilisiert werden, mehr Gelder für die Reichstürkenhilfe zu spenden und sich unter akuter Bedrohung auch persönlich am Krieg gegen die Türken beteiligen. Daneben intendierten die Verfasser der Türkenliteratur, die instabile religiöse und politische Ordnung des Reiches durch das konsolidierende Element der äußeren Bedrohung wiederherzustellen. Das aufgrund der 'Türkengefahr' hervorgerufene Bild des Tyrannen und Erbfeindes wurde in der kirchlichen und politischen Führung zunehmend bewusst konstruiert. Im weiteren Sinne können diese Publikationen als Reflex auf die vorangegangenen Angriffe der Türken gedeutet werden. Das 'Gebet gegen den Türken' spricht konkret die damaligen Ängste in Reich und Kirche vor den Armeen Sultan Süleymans I. dem Prächtigen an. Die Handschrift wurde 2006 ediert und liegt im Original in der Bibliotheca Bipontina, der wissenschaftlichen Regionalbibliothek in Rheinland-Pfalz. Das Gebet wurde am 16. August 1566 durch Herzog Wolfgang von Pfalz-Zweibrücken (1544-1569) erlassen. Pfalz-Zweibrücken war ein vergleichsweise winziges Herzogtum im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation. Dessen ungeachtet beteiligte sich Wolfgang 1566 mit rund 300 Reitern am Kriegszug von Kaiser Maximilian II. gegen Sultan Süleyman I. mit seiner Armee. Allerdings bleibt noch unklar, ob sich Wolfgang während seines zweimonatigen Auslandsaufenthaltes an den Kampfhandlungen persönlich beteiligte...Jan Thomas Otte ist ausgebildeter Journalist (Volontariat/ Konrad-Adenauer-Stiftung), Unternehmensethiker (Master/ Princeton) und evangelischer Theologe (Diplom/ Heidelberg). Bei GRIN teilt er einige seiner Arbeiten aus dem Studium. Happy sharing!

Detalhes do Produto

    • Edição:  1
    • Ano de Edição: 2007
    • Ano:  2016
    • País de Produção: United States
    • Código de Barras:  2001038428772
    • ISBN:  9783638626422

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