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DIE AUGEN SIND MACHTIG BISWEILEN



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Sinopse

Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,7, Freie Universität Berlin (Fachbereich Philosophie und Geisteswissenschaften, Neuere deutsche Literaturwissenschaft), Veranstaltung: Einführung in die Textanalyse, Sprache: Deutsch, Abstract: Die vorrangige Aufgabe des optischen Sinnesorgans des Menschen ist es, die Umwelt und ihre Veränderungen wahrzunehmen. Dabei bildet es eine Grenze zwischen dem Innern, der seelischen Welt des Menschen, und der äußeren realen Welt. Es nimmt Anteil an beiden Sphären und kann somit weltverbindend und vermittelnd fungieren. Das sinnliche Wahrnehmen und das erkennende Schauen bilden eine Einheit, die Inneres und Äußeres verschmelzen lassen, so dass eine Trennung unmöglich scheint. Fließen all diese Bezüge im Augenmotiv zusammen, liegt in dessen Aussagefähigkeit eine ungeheure Konzentrationskraft. In Hugo von Hofmannsthals Werk Elektra ist dieses Verhältnis des Gleichgewichts im Auge der Protagonistin nicht gegeben. Besonders die Erkennungsszene zwischen Elektra und ihrem Bruder Orest erlangt durch ihre allgegenwärtige Referenz auf visuelle Wahrnehmungen an Bedeutung. Bei der Analyse dieser Szene stellt sich die Frage, wie das Auge der jungen Frau dargestellt wird, und inwieweit es sich darin vom gewöhnlichen abhebt. Da das Auge auch immer den Horizont des Blicks bestimmt, gilt es, davon ausgehend zu untersuchen, welche Bedeutung ihr Blicken für ihr soziales Umfeld und auch für sie selbst hat, und wie es sich auf den Fortgang der Handlung auswirkt. Zudem soll unter Einbeziehung ihrer Vergangenheit dem Ursprung ihrer bösen Augen auf den Grund gegangen werden. Mit den erlangten Ergebnissen lässt sich abschließend ein Vergleich zwischen dem ungewöhnlichen Elektrablick und dem Blick der Meduse anstellen, eine Gestalt, die ebenfalls der griechischen Mythologie entspringt.

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