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GEFANGENSCHAFT IN DEN KREUZFAHRERSTAATEN



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Sinopse

Studienarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Geschichte Europa - and. Länder - Mittelalter, Frühe Neuzeit, Note: 1,7, Ruhr-Universität Bochum, 18 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Kriegsgefangenschaft ist eine der zutiefst traumatisierenden Erfahrungen, die ein Mensch in seinem Leben machen kann. Das Erlebnis der Beschneidung persönlicher Freiheit in Kombination mit der oft vorhandenen Ungewissheit über die zu erwartende Dauer der Gefangenschaft üben starken psychologischen Druck auf den Gefangenen aus und die Haftbedingungen sind nicht selten schlecht. Dennoch kann sich ein Kriegsgefangener zumindest in der Theorie heute sicher sein, dass die Gefangenschaft keine unmittelbare Gefahr für sein Leben bedeutet und seine jeweilige Regierung sich diplomatisch und ggf. militärisch für seine Befreiung einsetzen wird. Diese Situation ist jedoch das Resultat eines graduellen Entwicklungsprozesses: Erst durch das internationale Völkerrecht in seiner Kombination mit Vereinbarungen wie der Genfer Konvention wurde in den letzten Jahrzehnten ein länderübergreifender Rechtsraum geschaffen, der sich über alle Unterzeichnerstaaten erstreckt und selbst im Konfliktfall humanitäre Mindeststandards garantiert. Der Rechtsstatus des Kriegsgefangenen, beginnend in einem üblicherweise durch ein Ritual markierten Moment der Gefangennahme (weiße Flagge, Handschlag etc.), ist zudem heute in fast allen Staaten der Welt zumindest formal vorhanden und mehr oder minder klar definiert. Demgegenüber steht die Situation des Gefangenen im Mittelalter, insbesondere zur Zeit der Kreuzzüge: Der formale Rechtsstatus von Gefangenen änderte sich hier zwar ebenfalls von einer Sekunde zur anderen und war durch Rituale markiert, prinzipiell bot der Status 'Gefangener' jedoch keine Garantie auf körperliche Unversehrtheit. Das Leben eines Gefangenen hing vielmehr von vielen verschiedenen und teilweise diffus interdependenten Faktoren ab: vom Moment der Unterwerfung, von der initialen Reaktion des Gefangennehmers im Moment der Gefangennahme sowie natürlich von den täglichen Bedingungen in der folgenden Gefangenschaft1, die selbst für Gefangene mit höchstem sozialem Status zunächst nicht zwingend garantiert waren. Die Auslösung eigener Gefangener galt zudem auf christlicher Seite mehr als Ausdruck christlicher caritas denn als moralische Pflicht des kriegführenden Herrschers.

Detalhes do Produto

    • Edição:  1
    • Ano de Edição: 2008
    • Ano:  2015
    • País de Produção: United States
    • Código de Barras:  2001033181085
    • ISBN:  9783640184361

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