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MELANCHOLISCHES ERZAHLEN IN THOMAS GLAVINICS

'LISA'



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Sinopse

Studienarbeit aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 2,0, Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main (Institut für Deutsche Literatur und ihre Didaktik), Veranstaltung: Gegenwartsliteratur, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Melancholieforschung der Gegenwart bietet zwar interessante Interpretationen der Werke von Johann Wolfgang von Goethe, Gottfried Keller, Robert Musil oder Hugo von Hofmannsthal, hat moderne Romane jedoch bislang ignoriert. Die wenigen Interpretationen, die zu Glavinics Prosa verfasst wurden, beschäftigen sich nicht mit der melancholischen Erzählstruktur der Texte. Gerade die Interpretation seines Werks im Zeichenfeld der Melancholie wäre jedoch aus zwei Gründen wünschenswert. Zum einen verspricht Glavinics Prosa aufgrund ihres modernen Erzählstils neuartige Inszenierungen des sprachlichen Phänomens Melancholie. Zum anderen kann durch die Untersuchung von Erzählungen der Gegenwart die Poetik des Begriffs aktualisiert werden. Die Interpretation des vorliegenden Romans 'Lisa', zu dem noch kein Forschungsbeitrag existiert, hat den Anspruch, die Melancholie in der literarischen Gegenwart zu verorten. Kapitel 2 des Arbeit beschäftigt sich mit der Theorie und entwirft eine Poetik der Melancholie, die aufgrund der ständigen Präsenz des Begriffs in der Literatur keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben kann. Vielmehr beschränkt sich die Poetik auf die Darstellung jener Merkmale der Melancholie, welche für die Untersuchung des vorliegenden Romans wesentlich sind. Vor dem Hintergrund des Strukturalismus soll vor allem die sprachliche Inszenierung der Erzählung analysiert werden. Dabei wird sich zeigen, dass literarische Melancholie nicht nur ein Gefühl einer bestimmten Figur bezeichnet, sondern auch als Produktionsprinzip des Textes fungiert. Für eine semiologische und strukturalistische Untersuchung der Melancholie als sprachliches Phänomen bieten sich vor allem die Thesen von Martina Wagner-Egelhaaf und Jörg Löffler an, die Melancholie in der Differenz zwischen Stimme und Schrift verorten. Die Terminologie der Sprachtheorie Saussures5 und der gängigen Erzähltheorien muss aufgrund des begrenzten Rahmens der Arbeit vorausgesetzt werden. Die Analyse des Romans 'Lisa' beginnt mit einer Betrachtung von Melancholie als Ergebnis eines Verlusts. So wird zuerst untersucht, wie der Bedeutungsverlust den Ich-Erzähler in den Wahnsinn treibt (Kapitel 3.1) und letztendlich auch zum Verlust der Stimme führt (Kapitel 3.2). [...]

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