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VERGEGENKUNFT. DIE DEBATTE UM GUNTER GRASS UND

DIE WAFFEN-SS


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Sinopse

Bachelorarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,3, Universität Potsdam, Sprache: Deutsch, Abstract: Ausgehend von einem am 12. August 2006 veröffentlichten Interview Günter Grass' durch Frank Schirrmacher von der FAZ, in dem Grass den Inhalt und die Intention seines neuesten Buches 'Beim Häuten der Zwiebel' erläutert, kommt es, auch verursacht durch die Art der Inszenierung und Schwerpunktverlagerung auf das Detail der Waffen-SS, zu einer heftig geführten Kontroverse. Die überreichlich gebrauchten Schlagworte in den Meinungsbeiträgen der Printmedien, darunter solche wie moralische Autorität, Eitelkeit, Marketing, Vergangenheitsbewältigung und die Verletzung eigener Maßstäbe, implizieren bereits die Doppelbödigkeit der Debatte. Einerseits gibt es eine Oberfläche, die, ausgehend von dem Medienereignis, eine rigoros geführte Auseinandersetzung darstellt und sich immer direkt auf Günter Grass' Bekenntnis bezieht. Auf der anderen Seite veranschaulicht die Art der Kontroverse tiefer liegende Phänomene wie die Generationsproblematik, Debattenkultur und der Umgang mit moralischen Leitfiguren, die es in dieser Arbeit zu untersuchen gilt. Der Autor der Arbeit beabsichtigt nicht, die Frei- beziehungsweise Unfreiwilligkeit des Beitritts Günter Grass' zur Waffen-SS zu thematisieren, da Vergangenheit wie Erinnerung individuell differenziert werden will. Ebenso wenig wird versucht zu mutmaßen, ob es sich um Frei- beziehungsweise Unfreiwilligkeit beim späten Entschluss zum Bekenntnis handelt, angesichts der Vorwürfe, Historiker hätten in naher Zukunft womöglich die Mitgliedschaft aufgedeckt. Sofern es der Arbeit gelingen soll, bisher wenig beachtete Ansichten und Bezüge aufzuzeigen, kann es auch nicht mein Anspruch sein, mich nur zu einem der vielen Debattenteilnehmer zu machen. Vielmehr jedoch widmet sich die nachfolgende Abhandlung in der strukturellen Abfolge kohärenter Themenkomplexe einigen der im Übermaß verwendeten Schlagworte des Spätsommers 2006: Moral, Generationen und Political Correctness. Die Analyse zahlreicher Stellungnahmen zu Grass' Geständnis anlässlich der Veröffentlichung seines Buches 'Beim Häuten der Zwiebel' sowie die Enthüllungen von bisher unbekannten biografischen Materials eines Erwin Strittmatter, Dieter Wellershoff, Milan Kundera oder eines Karl-Heinz Kurras macht eine charakteristische Debattenkultur offensichtlich, deren Leitmotive die Tabuisierung und die Moralisierung scheinen. Grass wirkt in dieser Debatte auch als Katalysator und hält wie so oft den Spiegel vor. Wenn wir hineinzusehen verstehen, sehen wir vielleicht anders.

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