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DER IDEALE HELD UND DAS TOTEN


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    Sinopse

    Studienarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik, Note: 1,3, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (Institut für Germanistik), Veranstaltung: Wigalois, Sprache: Deutsch, Abstract: Der ideale Held kommt einer edlen Dame zur Hilfe, die sich in Not befindet. Er bezwingt den Aggressor und schenkt dem geschlagenen Gegner das Leben. Der Geschlagene begibt sich zum Artushof und verbreitet dort die Kunde von den glänzenden Taten seines Bezwingers. Neben Ruhm und Ehre kann der Sieger gegebenenfalls noch Hand und Land der geretteten Dame erlangen. Dieses Schema ist in mittelhochdeutschen Romanen immer wieder anzutreffen. Den Rezipienten zeigt sich das Bild eines vortrefflichen Ritters, der sich den höfischen Normen gemäß verhält. Aber wie ideal kann ein Ritter sein, der neben geretteten Damen eine Spur von Leichen hinterlässt? Und nicht immer ist eine bedrängte Dame der Auslöser einer bewaffneten Auseinandersetzung. Die Analyse wird zeigen, dass es wesentlich geringere Auslöser gibt, die den mittelalterlichen Helden zur Waffe greifen lassen. Es stellt sich die Frage, ob der Held der höfischen Literatur nicht von einer Folie profitiert, hinter der er notfalls weniger glanzvolle Taten verbergen kann. Das Bild des höfischen Ritters ist so stark festgeschrieben, dass Fehlverhalten vielleicht wesentlich leichter entschuldigt oder sogar übersehen wird, als es einer nicht höfischen Figur gegenüber geschehen würde. Eine pauschale Entschuldigung eines Totschlags durch die Idealität des Helden erscheint nicht angemessen.

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